Unverhofft kommt oft - Hier gibt’s dein Grömitz-Update

Eigentlich sollte in Grömitz alles seinen gewohnten Gang gehen: Gäste empfangen, Freizeiten begleiten und Menschen eine unbeschwerte Zeit an der Ostsee ermöglichen. Doch manchmal durchkreuzen unerwartete Ereignisse alle Planungen. Ein erheblicher Wasserschaden in der Küche unseres Vollverpflegerhauses brachte den Betrieb plötzlich zum Stillstand – und aus einer vermeintlich überschaubaren Reparatur entwickelte sich Schritt für Schritt eine deutlich größere Baumaßnahme. Inzwischen ist der größte Teil geschafft, unser Haus ist wieder geöffnet. Dennoch wird uns der Wasserschaden noch eine Weile begleiten – organisatorisch, finanziell und mit einigen weiteren Renovierungsarbeiten.

Die Folgen waren gravierend: Für einen Monat mussten wir unser Haus schließen und allen Gruppen, die ihren Aufenthalt in Grömitz geplant hatten, kurzfristig absagen. Das hat uns sehr leidgetan.

In dieser Zeit wurden die defekten Wasserleitungen vollständig erneuert, die Küche und angrenzende Bereiche getrocknet sowie umfangreiche Reinigungsarbeiten durchgeführt. Alle Maßnahmen konnten zunächst planmäßig abgeschlossen werden. Doch nach Abschluss der Arbeiten zeigte sich ein weiteres Problem: Auch große Teile des Speisesaals waren durchfeuchtet und mussten ebenfalls getrocknet werden. Obwohl zuvor ein Gutachter vor Ort war, wurde dieser Schaden erst entdeckt, als unser Haus bereits wieder Gäste empfing.

Kurzerhand mussten wir improvisieren: Der Speisesaal wurde in zwei Bereiche aufgeteilt, die Speiseausgabe umgebaut und die Trocknungsarbeiten außerhalb der Essenszeiten durchgeführt. Dank des großen Engagements unseres Teams in Grömitz konnte der Betrieb trotz der schwierigen Umstände weiterlaufen. Dafür möchten wir unserer Mannschaft von Herzen danken – sie hat in dieser Zeit Außergewöhnliches geleistet.

Inzwischen sind wir wieder im regulären Betrieb angekommen. Ganz abgeschlossen ist das Kapitel jedoch noch nicht: Als letzte größere Maßnahme steht der Austausch des Fußbodens im Speisesaal an. Für den durchfeuchteten Bereich wird die Versicherung die Kosten voraussichtlich übernehmen. Die Erneuerung der übrigen Bodenflächen muss jedoch vom CVJM Kreisverband selbst finanziert werden. Das ist zwar eine sinnvolle Investition in die Zukunft unseres Hauses, war aber in unserem Haushalt nicht vorgesehen.

Hinzu kommen die Einnahmeausfälle während der einmonatigen Schließung sowie die notwendige Vorfinanzierung der gesamten Schadensbeseitigung. Wir sind zuversichtlich, dass Versicherungen einen Großteil der Kosten erstatten werden. Dennoch rechnen wir derzeit mit einem Eigenanteil von rund 20.000 Euro, der nicht eingeplant war.

Umso dankbarer sind wir für alle, die den CVJM Kreisverband in dieser Situation unterstützen. Ein herzliches Dankeschön gilt insbesondere denjenigen, die uns mit kurzfristigen Liquiditätsdarlehen helfen, bis die Versicherungsleistungen ausgezahlt werden. Diese Unterstützung gibt uns den nötigen finanziellen Spielraum und ist ein starkes Zeichen gelebter Verbundenheit.

Gemeinsam blicken wir nun nach vorn – und freuen uns darauf, auch weiterhin viele Gäste in Grömitz willkommen zu heißen.

 


Michael Schmidt, Kreispräses des CVJM-Kreisverband Lippe